Sonntagsfrühstück, 16.März

Einen wunderschönen guten Morgen

Frühlingsgefühle gefällig – am nächsten Donnerstag ist Frühlingsbeginn! Nach dem langen, kalten und grauen Winter ist die Primel einer der ersten Blühpflanzen, die mir ihren fröhlich, leuchtenden Blüten eine Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit bringen. Diese Frühlingsboten haben wunderschöne Blüten und überzeugen durch ein breites Angebot an knalligen Farben.

 

Mit mehr als 500 Arten ist die Primel enorm vielseitig und jedes Jahr erscheinen neue Züchtungen. Ob einfach, gefüllt, mehrfarbig oder mit langem Stiel, als Kugelprimel, – je nach Art entzücken Primel in verschiedenen Varianten. Immer auf der Suche nach Neuen und Ungewöhnlichem nutzen die Züchter das Potenzial der Primel und formen weitere Schönheiten in Farbe und Form. Die farbenfrohen Pflanzen sind zwar eher anspruchslos, doch ein wenig Pflege benötigen sie doch. Primel gab es schon im Garten meiner Großmutter und auch heute gehören sie zu den beliebtesten Gartenblumen. Die Primel im Haus zu halten, ist keine gute Idee, doch kurze Zeit, wenn es um ein Foto geht, hält die Primel aus. Je kühler, desto länger ist die Blütezeit und am besten gefällt es den Primeln bei fünf bis 15 Grad. Ab ca. Anfang März können die Pflanzen ins Beet. Wichtig ist dabei, dass der Boden zur Pflanzzeit nicht mehr gefroren ist. Der Standort sollte im Halbschatten liegen, denn allzu viel Sonne lässt die Blüten schneller verwelken.

 

Primeln benötigen einen nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wasserzufuhr, am besten nah am Boden. Eine Primel sollte nie austrocknen und bleibt der Regen aus, kontrolliere ich regelmäßig, ob die Pflanze Wasser braucht, gerade deshalb da sie bei mir im Kübel stehen. Wichtig ist, dass die Primel ausgeputzt werden, dadurch regt man die Pflanze an, neue Knospen zu bilden. Gegen Krankheiten und Schädlinge sind die Primel relativ resistent. Meist sind Krankheiten auf Pflegefehler zurückzuführen. Durch zu viel Wasser oder Staunässe kann es zu Wurzelfäule oder Grauschimmel kommen. Das Substrat reichere ich mit Kompost an, so ist die Primel bestens versorgt und muss nicht mehr gedüngt werden.

Ob im Bau- oder Supermarkt, Gartencenter oder in der Gärtnerei, Primeln haben jetzt Hochsaison. Sie können das Beet bereichert oder im Kübel die Terrasse leuchten lassen. Da Primel weitgehend frostfest sind, kann man sie guten Gewissens ab Anfang März pflanzen. Wird in den Monaten März und April noch einmal starker Frost angekündigt, kann man sie einfach mit einem Tuch abdecken oder den Kübel über Nacht in den kühlen Hausgang stellen. Die Pflanze sollte beim Kauf noch nicht zu weit erblüht sein. Ein Richtwert: wenn man die Blüten vorsichtig auseinander biegt, muss man einen schönen Knospenstand sehen können. Das Laub sollte knackig grün sein und sind die unteren Blätter bereits gelb, dann Hände weg von der Pflanze. Als Kind lösten Primel bei mir eine Allergie mit Juckreiz aus, doch die neuen Züchtungen kann ich inzwischen problemlos anfassen und ich bin mir sicher, dass noch ein paar Primelsorten zu den Rosenprimeln hinzukommen.

Wünsche euch einen blumigen Sonntag!